2. Juli 2008

Man(n) müßte Klavier spielen können

.
Nun eigentlich bin ich ja durch und durch Realist und absoluter Kopfmensch.

"Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel.
Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.
Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen.
Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen"

Aber manchmal ist halt doch alles anders. Dann, wenn Situationen von Gefühlen dominiert werden. Auslöser können ganz simple Dinge sein. Wie neulich nen Wohnzimmer und nen Klavier und dann saß er da. Im ersten Moment dachte ich , das es eh wieder einer der unzähligen Versuche für den Flohwalzer wird. Aber weit gefehlt. Nach wenigen Tönen stand ich andächtig neben dem Klavier, ganz still und die leise Hoffnung - dieser Moment würde ewig dauern. Da saß "er" spielte mit einer Leidenschaft diese Ballade . Alles rundherum wurde unwichtig und für nen Augenblick war es als wäre der Kopf, mit all den Problemen, welche auf die Bearbeitung warten, abgeschalten. Ein befreiender Augenblick.

"Schließe deine Augen und höre, was Dein Herz dir sagt."

Nun ja, leider ist nicht immer jemand da, der zur rechten Zeit das Richtige am Klavier spielt und ich weiß auch nicht, ob es das Allheilmittel für den Schmerz der Vergangenheit ist, aber die Vorstellung das es so einfach funktionieren könnte, ist schön.

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